Windspiele zieren Leinpfad

Am Fechenheimer Leinpfad wurden sechs Skulpturen der Künstlerin Silke Wagner platziert und Anfang September während eines Stadtspaziergangs von Mike Josef feierlich eingeweiht. Die Figuren, die sich mit dem Wind drehen, zieren nun den Pfad, jeweils in der Nähe der neu gestalteten Gassen, die von Alt-Fechenheim zum Mainufer führen: Leinwebergasse, Lappengasse, Plessengasse, Löhnunggasse, Ankergasse und die Gasse Am Mainbörnchen. Diese wurden bereits im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche“ umgestaltet. Bei der Entstehung der bis zu vier Meter hohen Werke hat sich die Künstlerin von der Geschichte Fechenheims und der einzelnen Gassen inspirieren lassen.

Beitrag zur Identität des Stadtteils
Die Kunstwerke von Silke Wagner sollen durch ihr Aussehen eine besondere, visuelle Aufmerksamkeit erzielen und die Attraktivität des öffentlichen Raums steigern. Zudem bindet Wagner mit den von ihr ausgewählten Motiven die Geschichte Fechenheims und der einzelnen Gassen ein. Die Leinwebergasse schmückt nun ein Kunstwerk mit Webmotiv. In der Lappengasse, in der sich früher ein Postamt befand, ist ein abstrahiertes Postmotiv zu sehen. Die sechs schmiedeeisernen Skulpturen, die bis zu zwei Meter breit sind, sollen auf diese Weise wesentlich zur Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil Fechenheim beitragen. Die beweglichen Skulpturen von Wagner wurden im Rahmen eines vom Kulturamt initiierten Wettbewerbs prämiert. „Silke Wagner hat eine ortsspezifische Arbeit verwirklicht, die auf die Umgebung reagiert“, so Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Ich bin überzeugt, dass sich die Skulpturen zum Markenzeichen für das Gebiet entwickeln werden“, fügte Josef hinzu. Die Künstlerin selbst bemerkte, dass es ihr ein besonderes Anliegen war, eine ortsspezifische Arbeit zu entwickeln, die die räumlichen Besonderheiten Fechenheims berücksichtigt. Durch die Neugestaltung der Gassen und der Windspiele soll die Beziehung zwischen dem Erlebnisraum Main und dem Kernbereich Fechenheim verbessert werden. Zudem soll durch die städtebauliche Aufwertung für Spaziergänger ein Anreiz geschaffen werden, vom Mainufer zur Einkaufsstraße „Alt-Fechenheim“ zu gehen und umgekehrt.

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