Bau der „weißen Stadt“ fast vollendet

Die Realisierung des Projektes „die weiße Stadt“ im Stadtteil Kalbach-Riedberg ist weitgehend abgeschlossen, von den geplanten 30 Einzel- und Doppelhäusern sind inzwischen 27 fertig gestellt, die übrigen Häuser befinden sich im Bau. Die Planung begann 2011 anlässlich des 125. Geburtstages von Ernst May, an dessen Bedeutung und Wirken das Projekt erinnern soll. Ziel des Projektes ist die Schaffung eines hochwertigen Ensembles in Anlehnung an die Formensprache der klassischen Moderne. Um dieses Ziel zu erreichen wurde von der HA Stadtentwicklungsgesellschaft gemeinsam mit der Stadt Frankfurt ein mehrstufiges Verfahren zur Qualitätssicherung entwickelt und umgesetzt. Der anspruchsvolle Planungs- und Entwurfs­prozess folgte vorgegebenen Gestaltungsregeln, die sowohl eine hohe architektonische Qualität des einzelnen Objektes als auch einen einheitlichen Charakter des Quartiers im Blick hatte. Baubeginn für das Projekt war im Oktober 2012.

Die Baukörper sollten gerad­linige, kubische Formen aufweisen, als dominierende Fassadenfarbe war weiß vorgeschrieben, Akzente mit hochwertigen Materialien waren möglich. Maximal zwei Geschosse waren zulässig, Flachdächer hingegen vorgeschrieben. Carport oder Garage wie auch Nebenanlagen sollten eine gestalterische Einheit mit dem Haus bilden. Der Energieverbrauch der Gebäude muss mindestens 30 Prozent unter der jeweils gültigen Energieeinsparverordnung liegen.

Im Rahmen eines Auswahlverfahrens wurden Architekten eingeladen, die anhand der Gestaltungsvorgaben ein modernes Einfamilienhaus entwerfen sollten. Eine Jury wählte aus den eingegangenen Vorschlägen die besten Entwürfe aus. Die Bauherren konnten sich dann für einen der prämierten Architekten entscheiden. Die Gesamtfläche des Quartiers beträgt knapp 12 900 Quadratmeter, es standen Grundstücke in Größen zwischen 365 und 471 Quadratmeter zur Verfügung.

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