Wohnen und Einkaufen Am Stockborn

Nach mehr als zehn Jahren Leerstand des ehemaligen sozialen Fortbildungszentrums Am Stockborn 1 – 7 soll mit der Schaffung des neuen Planungsrechts die Voraussetzung für den Bau neuer Wohnungen erreicht werden. Schon 2015 wurde eine frühzeitige Bürgerinformationsveranstaltung abgehalten, die zu einer Auseinandersetzung um die Höhe und Ausformung der Bebauung und dem vorhandenen Baumbestand führte. Zudem war ein großflächiger Einzelhandel geplant, der sehr kritisch gesehen wurde und auf den dann im weiteren Planverfahren verzichtet wurde. Der Bebauungsplan wurde 2016 mit einem Rahmenplan von den Stadtverordneten zur Aufstellung beschlossen, die Offenlage des inzwischen aufgrund der Anregungen des Ortsbeirats und der Anwohner deutlich modifizierten Plans fand im September 2018 statt.

Zirka 130 neue Wohnungen und eine Kita
Auf dem 7 000 Quadratmeter großen Erbpachtgrundstück können 120 bis 130 Miet- und Eigentumswohnungen entstehen. Es sollen mehrheitlich Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen gebaut werden. Im so genannten Mittelstandsprogramm der Stadt Frankfurt werden 30 Prozent der Bruttogrundfläche für preisreduziertes Wohnen (Förderweg 2) bereitgestellt. Die Bauherren „Wilma Wohnen Süd“ und „Bamac“ beabsichtigen außerdem, einen Kindergarten für unter Dreijährige am Praunheimer Weg einzurichten sowie einige kleine Ladengeschäfte im Erdgeschoss.

Der Am Stockborn vorgesehene mehrfach gegliederte fünfgeschossige Gebäuderiegel soll dem Lärmschutz der dahinter liegenden Wohnbebauung dienen. Die einzelnen Gebäudeteile werden über eigene Hauseingänge erschlossen und erhalten mit Bäumen bepflanzte Vorgärten. Die rückwärtigen dreigeschossigen Stadtvillen werden an die Oberfeldstraße und Am Alten Schloss angebunden. Die
gemeinsame, zweigeschossige Tiefgarage wird für die Baumpflanzungen hinter die geplanten Vorgartenbereiche zurückgezogen.

Ersatzpflanzungen und Erhalt von Bäumen
Mit dem Abriss der alten Gebäude und der Geländeveränderung der Neubebauung können zahlreiche Bäume nicht erhalten werden. Die Ersatzpflanzungen sind im Bebauungsplanentwurf festgesetzt worden. Im Bereich Am Alten Schloss und an der Oberfeldstraße werden neun alte und große Bäume erhalten, die das Ortsbild prägen und für den Artenschutz von Bedeutung sind, weil hier vorkommende Fledermäuse geschützt werden müssen.

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