Platensiedlung wird erweitert

Die ABG Frankfurt Holding schafft günstigen Wohnraum in der Ginnheimer Platensiedlung. Der Siedlungsbestand soll um 680 Wohnungen erweitert werden.

Die in den 1950er-Jahren für Angehörige der US-Streitkräfte errichtete Siedlung befindet sich seit 1996 im Bestand der ABG Frankfurt Holding. Mit dem Ziel, zügig preisgünstigen Wohnraum in Frankfurt zu schaffen, soll die nördliche Platensiedlung um 680 Wohnungen ausgebaut werden. Erreicht wird dies durch die Aufstockung der 19 dreigeschossigen Gebäude im Bestand um zwei Stockwerke. Diese werden in modularer Holzbauweise errichtet, die in einer temporären Montagehalle im Nachbarstadtteil Heddernheim vorgefertigt werden und zur Installation nach Ginnheim transportiert werden. In dieser Bauweise entsteht gut die Hälfte der neuen Wohnungen. Die andere Hälfte durch ergänzende Neubauten, die der Siedlung ein neues Gesicht verleihen und die Ränder neu fassen. So entstehen in der zentralen Straße Brückenhäuser und entlang der südlich verlaufenden Platenstraße Torhäuser, mit denen die Innenhöfe gefasst und neu gestaltet werden.

Mit dem Ziel, zügig preisgünstigen Wohnraum in Frankfurt zu schaffen, soll die nördliche Platensiedlung um 680 Wohnungen ausgebaut werden.

Durchmischung des Wohnungsangebotes
Alle 342 in der Platensiedlung bestehenden Wohnungen bleiben erhalten und werden mit neuen Fenstern ausgestattet. Die Bestandswohnungen setzen sich zum Großteil aus Drei- bis Fünf-Zimmer Wohnungen zusammen. Mit den neugeplanten Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sollen in Kombination mit dem Wohnungsbestand zu einer sinnvollen Mischung des Wohnungsangebotes beigetragen werden. Die Hälfte der neuen Wohnungen entstehen im Rahmen von Förderprogrammen.

Darüber hinaus sollen die bestehenden Freiräume aufgewertet werden. Im Vorgarten und in den Innenhöfen erhalten die Erdgeschosswohnungen private Freiflächen; der überwiegende Teil der grünen Innenhöfe soll öffentlich zugänglich werden. Die Gestaltung der Höfe wird gemeinsam mit den Mietern geplant.

Zusätzliche Kitas und Ladengeschäfte
Durch die Ergänzung der Infrastruktur soll die Siedlung modellhaft zu einem urbanen Stadtquartier weiterentwickelt werden. So werden in der Siedlung zwei Kindertagesstätten für insgesamt acht Gruppen gebaut. Weiterhin entstehen in den Neubauten entlang der Platenstraße kleine Ladengeschäfte für die Nahversorgung vor Ort.

Geplant hat die Um- und Neubauten das Büro des Frankfurter Architekten Stefan Forster. Mit den ersten Bauarbeiten wurde im Sommer 2017 begonnen. Der gesamte Prozess wird durch einen intensiven Mieterdialog seitens der ABG Frankfurt Holding begleitet. In diesem Zusammenhang fanden bisher drei Informationsveranstaltungen für die Mieter und drei Planungswerkstätten für die Gestaltung der Innenhöfe statt. Darüber hinaus befindet sich ein regelmäßig besetzter Infocontainer vor Ort.

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