Neues Bebauungspotenzial für das Frankfurter Ostend

Ein architektonisches Signal am Osthafen

Achtungsabstand zur Gefahrguthalle verringert

Nach reger Bautätigkeit werden auch im Frankfurter Ostend allmählich die Bebauungsflächen knapp. So stand der Vollendung weiterer Bauabschnitte des Büroimmobilien-Projektes Dock der Achtungsabstand von 640 Metern einer in der Nähe stehenden Gefahrguthalle entgegen. Durch erfolgreiche Verhandlungen unter der Federführung der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mit dem Eigentümer der Halle, der VLS-Group, konnte der Achtungsabstand auf 400 Meter reduziert werden. Damit eröffnen sich neue Potenziale für die Entwicklung des Ostends. An den Gesprächen waren das Regierungspräsidium Darmstadt, das den Betrieb der Gefahrguthalle überwacht, und die Stadt Frankfurt beteiligt. Die Reduzierung des Achtungsabstandes wurde möglich, da der Chemie-Logistiker VLS-Group auf die Genehmigung zur Lagerung bestimmter gefährlicher Stoffe verzichtet.
Die Gefahrguthalle an der Lindleystraße fällt unter die so genannte Seveso-II-Richtlinie, nach der ein Mindestabstand zwischen Industriebetrieben und Wohngebieten sowie anderen öffentlich genutzten Gebieten einzuhalten ist. Die Stadt muss die Richtlinie bei der Erstellung von Bebauungsplänen, wie bei der Erteilung von Baugenehmigungen für Grundstücke für die kein Bebauungsplan gilt, berücksichtigen.
Auf einem der letzten unbebauten Grundstücke am Hafenbecken plant Groß & Partner, das Gebäudeensemble Dock zu vollenden, von dem bereits ein erster Bauabschnitt an der Lindleystraße 11 realisiert wurde. Geplant sind Büro- und Geschäftshäuser mit Sonnendecks sowie großzügigen Lofts und Dachterrassen. Insgesamt sind bis zu 18 000 Quadratmeter Brutto-Grundfläche realisierbar. Die Architektur ist inspiriert vom gegenüberliegenden Frachthafen mit seinen bunten Containerburgen.
„Die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten zeigt, dass sich die Interessen der Industrie und der Immobilienwirtschaft erfolgreich ins Gleichgewicht bringen lassen. Unser Dank gilt besonders den beteiligten Behörden“, so Michael Stapf, Niederlassungsleiter Rhein-Main bei Groß & Partner.

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