Leuchtturmprojekt EnergieHaus PLUS eingeweiht

Wohnen mit einem Überschuss an Energie in Neubau der Nassauischen Heimstätte

Das fünfeckige EnergieHaus PLUS ist so geplant, dass auf der Wohnfläche von 1600 Quadratmetern ein Optimum an Wohnkomfort und Energieeffizienz erreicht wird. Kurzum: Das Gebäude mit seinen 17 Zwei- bis Vier-Zimmer-Mietwohnungen generiert mehr Energie als es verbraucht.

Frei von Kohlendioxid-Emissionen
Hauseigene Photovoltaikmodule sind verantwortlich für den Stromertrag von 86 500 Kilowattstunden pro Jahr. Diese sind in das um zehn Grad geneigte Dach und in die Südfassade des Gebäudes integriert. Die 17 Wohnungen verbrauchen nur rund 62 000 Kilowattstunden pro Jahr. Mit dem in Batterien gespeicherten Rest können Elektroautos in der Tiefgarage sowie E-Bikes in einem ebenerdigen Fahrrad-Raum betankt werden. Das Gebäude versorgt sich nicht nur selbst mit Energie, sondern ist auch noch frei von jeglichen  Kohlendioxid-Emmissionen.

200 Batterien unter dem Dach
Der Energiespeicher des EnergieHaus PLUS liegt unter dem Dach. In einem Schaltschrank befinden sich 200 taschenbuchgroße Batterien. Dort wird die aus dem Sonnenlicht gewonnene Energie gespeichert, um die Nacht zu überbrücken. Eine weitere Energiezentrale ist der Technikraum im Keller. Eine Wärmepumpe betreibt die Fußbodenheizung und erwärmt das Wasser. Als Quelle dient ein „solarthermischer Absorber“, also eine Art Luftkollektor auf dem Dach. Bei niedrigen Temperaturen ist dann der so genannte Eisspeicher da, der rund einen Meter unter der Erde liegt: Er nutzt die hohen Energieerträge beim Phasenübergang von Wasser zu Eis.

Unternehmen hat Vorreiterrolle
Als öffentliches Unternehmen muss die Nassauische Heimstätte eine Vorreiterrolle einnehmen bei so wichtigen Themen wie Energieeffizienz oder nachhaltiger Stadtentwicklung. Denn solche Bauprojekte spielen eine bedeutende Rolle und könnten helfen, das von der Stadt Frankfurt gesetzte Ziel zu erreichen, bis 2050 klimaneutral zu werden. Das bedeutete eine Reduktion klimaschädlicher Emissionen um mindestens 90 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990. Im EnergieHaus PLUS sind alle 17 Mietwohnungen über eine mittelbare Belegungsbindung gefördert. So entsteht zusätzlicher sozialer, preislich reduzierter Wohnraum in der Stadt.

Unterstützt durch Fördermittel von Stadt, Land und Bund
Die Nassauische Heimstätte hat 5,1 Millionen Euro in das Mehrfamilienhaus investiert. Die Wohnungsbauförderung des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt unterstützen das Projekt. Hinzu kommen weitere Fördermittel des Bundesbauministeriums.

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