Begrünte Wände, Dachgärten und Hinterhof-Oasen sorgen im Sommer für ein angenehmes Klima in der Stadt. Trinkbrunnen und Schattenplätze laden zum Verweilen ein und steigern so die Lebensqualität.
Das Förderprogramm „Frankfurt frischt auf“ übernimmt mit dem Klimabonus bis zur Hälfte der Kosten für die Begrünung von Dächern, Fassaden und Höfen. Gleiches gilt für öffentlich zugängliche Trinkbrunnen und Vorhaben, die Schatten in den öffentlichen Raum, beispielsweise auf Plätze, werfen.
Pflanzen am Haus spenden Schatten, filtern und erfrischen die Luft. Das Mikroklima verbessert sich erheblich. Die Temperatur wird gesenkt, Schall gemindert und das Umfeld optisch aufgewertet. Es wird frisch und angenehm im eigenen Hof oder auf dem Betriebsgelände.
Grün spart und bringt viel
Die begrünten Gebäude sind vor Witterungseinflüssen geschützt und ihre Lebensdauer wird somit verlängert. Gleichzeitig verringern sich die Energiekosten für Heizung und Kühlung. Grün spart Geld und wertet Immobilien auf.
Es entstehen Freizeitflächen und Aufenthaltsbereiche von denen alle profitieren: die Bewohner strukturreicher grüner Stadtteile, die Angestellten in ihren Unternehmen, in der Pause und auf dem Weg zur Arbeit und nebenbei auch Pflanzen und Tiere, denn neues Grün trägt zusätzlich zur Erhaltung der Artenvielfalt bei.
Frankfurt frischt auf
Die Stadt beteiligt sich an Kosten
Den Klimabonus von 50 Prozent können alle Privaten, Unternehmen, Stiftungen oder Verbände beantragen, die in Frankfurt ein Haus oder ein Grundstück besitzen. Der finanziellen Förderung geht eine unverbindliche Beratung vor Ort voraus. Anschließend kann der Antragsteller in die Planung gehen. Die Planungskosten werden mit bezuschusst. Der Magistrat der Stadt Frankfurt prüft, ob das Projekt technisch, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist und stellt die förderfähigen Kosten fest. Gefördert wird maximal bis zur Hälfte der Kosten, höchstens jedoch 50 000 Euro pro Liegenschaft.
Erst nach Erhalt des positiven Bescheides darf mit der Umsetzung begonnen werden. Geförderte Maßnahmen müssen vom Antragstellenden mindestens zehn Jahre erhalten und gepflegt werden und dürfen nicht zu einer Mieterhöhung führen.
„Frankfurt frischt auf“ wurde 2017 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und ist seit 2018 aktiv. Bis ins Jahr 2021 stehen jährlich zwei Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung, um Klimaanpassungsmaßnahmen auf privatem Grund zu realisieren und somit die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen.
Klimaplanatlas 2016

Der Beratungsantrag und weitere Informationen zum Programm stehen zum Download unter www.frankfurt.de/klimabonus bereit oder können im Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main angefordert werden (069/212-39 100 oder umwelttelefon@stadt-frankfurt.de).