„Goldener Adler“ in neuem Glanz

Aus einer zwischenzeitlichen Problemimmobilie, dem ehemaligen Gasthaus Goldener Adler, wurde dank des Bauherrn Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft KEG und dem Einsatz des Denkmalamtes Frankfurt ein denkmalgerecht saniertes Kleinod in Höchst geschaffen. Die Sanierungsmaßnahme umfasste zwei nebeneinander liegende Gebäude. Ein zur Bolongarostraße hin dreigeschossiges Fachwerkhaus, im Kern von 1659, mit steilem Satteldach und zwei sich um einen Innenhof legende Seitenflügel aus dem 18. Jahrhundert sowie einen ebenfalls dreigeschossigen Massivbau von 1877 in der Gasse „Nach dem Brand“.

Jahrelanger Leerstand und Zerfall
Da sich der ehemalige Eigentümer nicht um die beiden Kulturdenkmale kümmerte, verfielen sie über die Jahre hinweg und wurden zusehends zu so genannten Problemhäusern. 2010 wurde seitens des Denkmalamtes ein Verwaltungsverfahren gegen den Eigentümer bezüglich erforderlicher Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen mit dem Ziel in Gang gesetzt, den Substanzerhalt des Kulturdenkmals durchzusetzen. An der Westfassade musste die schadhafte Schieferverkleidung abgenommen und anschließend eine Dichtungsfolie aufgebracht werden. Das Objekt stand weitere Jahre leer. Der öffentliche Druck auf den Eigentümer sowie die Verärgerung der Höchster Bevölkerung über die Vernachlässigung wuchs.
Nach einer ersten bauhistorischen Untersuchung im Jahre 2012 durch das Denkmalamt, wurde das Gebäudeensemble Anfang 2014 von der KEG erworben.

Unterstützt durch das Förderprogramm Höchst
Der neue Eigentümer strebte seinerseits die denkmalpflegerische Wiederherstellung an, so dass eine stets konstruktive Zusammenarbeit ermöglicht wurde, die in ein vorbildliches Sanierungsergebnis mündete. So gelang es unter anderem durch die Freilegung des Zierfachwerks, die Dachneudeckung mit Naturschiefer in altdeutscher Deckung, den Einbau denkmalgerechter Holzfenster und die Restaurierung barocker Innenausstattung, eines der größten Fachwerkbauten in der Höchster Altstadt in eine gute Zukunft zu führen. Mit finanzieller Unterstützung durch das „Förderprogramm Höchst“ konnte so aus dem Schandfleck ein weiterer Blickfang an der Deutschen Fachwerkstraße und neuer Wohnraum geschaffen werden.

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