Die Zukunft der Stadt mitgestalten

Ian Shaw ist der Architekt des Zukunftspavillons

Holzpavillon auf dem Goetheplatz

Er ist etwa acht Meter hoch, acht Meter breit und 30 Meter lang, er besteht aus transparenter Wellpappe, Buchenholz sowie bepflanzten Blumenkästen und er steht mitten auf dem Goetheplatz in der Frankfurter Innenstadt: der Zukunftspavillon. Doch was hat es mit dieser Konst­ruktion eigentlich auf sich? Und wie können Bürger den Pavillon nutzen?

Der Zukunftspavillon des Architekten Ian Shaw wurde im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main 2015 eröffnet. Er hat zwei Ziele. Einerseits soll er die Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Rhein-Main-Gebiets beflügeln und Möglichkeiten aufzeigen, wie die Stadtgestaltung sowie die Regional- und Verkehrsplanung in der Zukunft aussehen können. Schließlich zieht die Entwicklung der Stadt mit rasant steigenden Bevölkerungszahlen auch bauliche Veränderungen und Anpassungen nach sich. Andererseits soll der Pavillon als eine Art Test für eine mögliche künftige Bebauung des Goetheplatzes fungieren. Denn Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz möchte testen, wie die Fläche auf dem Goetheplatz, die zeitweise etwas verlassen scheint, durch den Bau eines Gebäudes strukturiert, belebt und aufgewertet werden könnte. Doch die Test-Bebauung durch den Pavillon wird von Passanten oft missverstanden, wie Architekt Shaw berichtet: „Der Pavillon ist keineswegs ein Abbild von einem zukünftigen Gebäude, das bereits in Planung ist. Der Pavillon soll vielmehr die Diskussion anregen und Denkanstöße geben, wie eine Bebauung des Goetheplatzes aussehen könnte.“

Der acht Meter hohe Pavillon befindet sich auf dem Goetheplatz

Im Inneren
Besucher des Pavillons haben die Möglichkeit, sich auszutauschen, sich zu informieren, ihre Meinung zu äußern, zu diskutieren oder sich ganz einfach einmal umzusehen und einen Kaffee zu genießen. Wer den Pavillon betritt, findet auf der einen Seite einen Kiosk und am gegenüberliegenden Ende eine Bühne vor, dazwischen stehen Tische und Stühle. Ein Rednerpult auf der Bühne lädt zur Meinungsäußerung ein, zudem finden hier Vorträge statt. „Jeder, der möchte, kann sich zur Entwicklung des Rhein-Main-Gebietes äußern“, so Shaw. Dazu genügt eine Anmeldung per Mail an pavillon@asrm2015.de. Im Pavillon finden zudem wöchentlich Workshops statt. Das Programm wird über die Homepage des Architektursommers Rhein-Main 2015, www.asrm2015.de, bekannt gegeben. Noch bis zum Oktober dieses Jahres wird der Zukunftspavillon auf dem Goetheplatz stehen. Danach wird er ab- und an anderer Stelle wieder aufgebaut. Wo der Pavillon stehen wird, ist allerdings noch nicht klar. Doch es gibt bereits zahlreiche Anfragen für die Nutzung der Konstruktion in Frankfurt und seiner Umgebung. Wer den Zukunftspavillon besucht und Glück hat, trifft in diesen Tagen vielleicht sogar auf den Architekten selbst. Denn Shaw ist von Zeit zu Zeit vor Ort. Und er gibt interessierten Besuchern immer gerne Auskunft, wie er sagt.

Weitere Informationen

www.asrm2015.de
pavillon@asrm2015.de

Öffnungszeiten
Täglich von 11.00 bis 19.00 Uhr

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