Online-Umfrage zur Bebauung von Roßmarkt und Goetheplatz

Das Innenstadtkonzept, ein städtebaulicher Rahmenplan für die Entwicklung der Frankfurter Innenstadt, wurde im Sommer 2015 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Eines der Projekte, das weiter untersucht werden soll, ist ein Gebäude zwischen Goetheplatz und Roßmarkt. Es könnte zur Belebung der beiden Plätze beitragen und diese räumlich besser gliedern. Ob und in welcher Gestalt das neue Gebäude entstehen soll, wurde mit der Bürgerschaft diskutiert. Der Magistrat hat dazu eine Ideenwerkstatt veranstaltet und eine Online-Umfrage durchgeführt. Die Ideenwerkstatt fand im Oktober 2017 in einem Zelt auf dem Roßmarkt statt. Anschließend bestand für zwei Wochen die Gelegenheit, sich in einer Online-Umfrage zu äußern. Daran haben mehr als 1100 Personen teilgenommen.

Zirka 800 Menschen befürworten eine Bebauung
Sowohl bei der Werkstattveranstaltung als auch der Online-Umfrage wurde sich mit grundsätzlichen Fragestellungen rund um einen potenziellen Roßmarkt-Pavillon auseinandergesetzt. So wurde erörtert, ob überhaupt eine Bebauung des Roßmarktes erfolgen soll. Mit rund 70 Prozent wird eine Bebauung befürwortet, weil man auf eine Belebung des Platzes hofft und auch auf eine räumliche Gliederung der großen Platzbereiche Roßmarkt und Goetheplatz. Die Gegner dieser Idee führen hingegen vorrangig die wohltuende Größe und Weitläufigkeit der Platzfolge ins Feld, die durch eine Bebauung gestört würde.

Die Mehrheit wünscht sich Gastronomie
Als künftige Nutzung für einen Pavillon auf dem Roßmarkt wird sich mehrheitlich für Gastronomie ausgesprochen, jedoch nicht zwingend in Reinform: Viele Befragte können sich eine Mischnutzung vorstellen, insbesondere in Kombination mit einer kulturellen Nutzung wie Musik, Ausstellungen oder Veranstaltungen. Systemgastronomie oder auch eine Restaurantkette wird zumeist abgelehnt – es wird eine individuelle gastronomische Einrichtung gewünscht, die ein Angebot für alle schafft und sich im mittleren Preissegment bewegt. Als grundsätzliche Alternative zu einer gastronomischen Nutzung des Pavillons wird insbesondere eine rein kulturelle Nutzung präferiert. Mitunter finden sich auch Befürworter für eine Nutzung als Ort der Information – sei es für Touristen oder auch zum Thema Architektur. Das Thema der Gestaltung und des Ambientes eines künftigen Gebäudes wurde sehr unterschiedlich bewertet. Eine eindeutige Präferenz konnte nicht ausgemacht werden.
Als Fazit der Werkstattveranstaltung und der Online-Umfrage kann festgehalten werden, dass sich eine Mehrheit der Teilnehmer für einen Pavillon mit gastronomischem Angebot im Bereich zwischen Roßmarkt und Goetheplatz ausgesprochen hat.

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