Libeskind baut Wohnungen

verve

Internationale Star-Architekten haben Wohnimmobilien in Deutschland als neues Betätigungsfeld entdeckt. Für das Projekt „Verve“ mit insgesamt 75 Wohnungen in sieben Stadtvillen konnte kein Geringerer als der New Yorker Architekt Daniel Libeskind gewonnen werden. Der polnisch-amerikanische Architekt gilt als Persönlichkeit von internationalem Rang im Bereich der Architektur und Stadtplanung. Geprägt von einer ausgesprochenen Hingabe zur Musik, Philosophie und Literatur, schafft Libeskind eine Architektur, die ausdrucksstark, originell und nachhaltig ist.

Variantenreiche Differenzierungen
Jede Wohnung des Projekts Verve wird ein Unikat sein – einzigartig, limitiert und mit der unverkennbaren Handschrift von Daniel Libeskind. Durch Rundungen, Asymmetrien und Schrägen entfalten sich künftig ungewohnte Sichtachsen. Die äußere Gestalt der sieben Häuser ergibt als Ensemble eine Einheit, doch in den Details sind die Unterschiede der Gebäude klar ablesbar. Während die aus dem Quadrat entwickelte Grundform weitgehend rechtwinklig bleibt, werden die Gebäudekanten und Balkone gekurvt, was die Form weicher erscheinen lässt. Daniel Libeskind analysierte zu Beginn seiner Arbeit intensiv die Lage des Projekts, bezog das Umfeld mit seinen Ausrichtungen und Sichtbeziehungen mit ein. „Mein spontaner Gedanke, als ich das erste Mal das Areal für die Stadtvillen am Riedberg betrachtete, war: ein wunderschöner Ort, eine wunderschöne Nachbarschaft. Auch die Energie des Neuen ist hier spürbar.“

Wachsender Riedberg
Die seit 2004 auf dem Riedberg aktive Lechner Group baut die Stadtvillen. Mit ihren Schlüsselfertigbau-Unternehmen hat sie in dieser Zeit zirka 700 Wohn- und Gewerbeeinheiten erstellt. Derzeit befinden sich etwa 120 Wohneinheiten im Bau sowie zirka 400 weitere Wohn- und Gewerbeeinheiten in Planung und Entwicklung. Am Riedberg leben rund 12 000 Menschen. Der jüngste Stadtteil Frankfurts verfügt über eine gute Infrastruktur mit Kitas und Schulen, U-Bahnhöfen und Bushaltestellen, Kirchen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärztehäusern und Restaurants. Der lebendige Riedberg bietet darüber hinaus viele Parks und öffentliche Grünflächen sowie ein großes Sport- und Freizeitangebot.

Leben und Karriere
So wenig geradlinig wie seine Gebäude sich häufig darstellen, verliefen auch Leben und Karriere von Libeskind. 1946 im polnischen Lodz als Sohn zweier Holocaust-Überlebender geboren, emigrierte er mit seinen Eltern 1957 nach Israel und drei Jahre später in die USA. Er galt als musikalisches Wunderkind und studierte zunächst Musik, bevor er zur Architektur wechselte. Er lehrte und hielt weltweit Vorlesungen an einer Vielzahl von Universitäten, bevor er sein erstes Gebäude und zugleich ein international beachtetes Meisterwerk in die Realität umsetzte: das Jüdische Museum in Berlin. 2003 verlagerte das „Studio Libeskind“ seinen Hauptsitz von Berlin nach New York, um in Sichtweite von Ground Zero den Masterplan für den Neubau des World Trade Centers umzusetzen. Bekannt ist Libeskind vor allem durch seine Entwürfe für Kultur- und Museumsbauten. Libeskind hat sich die Fähigkeit bewahrt, die Bedeutung des Details nie gering zu schätzen. Er fasst seine Philosophie so zusammen: „Aufgabe des Architekten ist es, das Leben besser zu machen.“

Libeskind

„Am Riedberg ist die Energie des Neuen spürbar.“
Daniel Libeskind, Architekt

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